Startup Of The Month - September

Startup Of The Month - September

Startup Of The Month – September

AC.E: Das Startup Of The Month ist diesmal Casachef! Was ist eure Idee?

Laura: Niemand verbringt den Abend gerne alleine, gerade wenn man neu in einer Stadt ist. Wir wollen den Leuten eine Möglichkeit geben, zwei tolle Eigenschaften zu kombinieren: leckeres Essen und nette neue Leute kennenlernen.
Dazu kann jeder auf unserer Plattform sein eigenes kulinarisches Event erstellen oder einfach an angebotenen Events von Gleichgesinnten teilnehmen. Das ganze natürlich zum Selbstkostenpreis.

AC.E: Wer ist in eurem Team und wie hat es sich gebildet?

Jonas: Die Gründer, also Karl, Philipp und ich, sind Sandkastenfreunde aus Frankfurt. Karl hatte die Idee im Rahmen eines Uniprojektes in den USA entwickelt und als er wieder zurück nach Deutschland kam, hat er die Idee in seinem Freundeskreis vorgestellt und gefragt, wer Lust hätte mitzumachen. Philipp und ich fanden die Idee super und waren sofort dabei.
Karl promoviert aktuell im Bereich autonomes Fahren, Philipp ist Feelgoodmanager einer Informatikfirma, dies ist eine Art Gesundheitsbeauftragter und ich studiere Fahrzeugtechnik im Master.
Seit Mai diesen Jahres ist Laura ebenfalls Mitglied in unserem Team. Sie hat von Casachef durch einen Bekannten erfahren, der zu ihr sagte: „Hey Laura, schau dir das Mal an - das ist genau dein Ding!“ Dann hat sie direkt ihr erstes eigenes Event erstellt und sich bei einem Event von mir angemeldet. Dort haben wir uns kennengelernt und für Laura war sehr schnell klar, dass sie auf jeden Fall bei uns im Team mitmachen will. Laura studiert aktuell BWL und Informatik.

AC.E: Wie trefft ihr eure Entscheidungen?

Jonas: Größere Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, bei kleineren Entscheidungen kann jeder seine Ideen erstmal umsetzen. Wenn wir z. B. ein neuen Flyer für unser Event erstellen, dann kann derjenige der ihn gerade entwirft dies komplett eigenständig machen und bevor er dann in den Druck geht, werden die anderen nochmal nach Feedback und Korrekturen gefragt.
Vom Grundsatz her sind wir alle auf einer Linie und haben dieselbe Vorstellung wo es hingehen soll. Deshalb wollen wir vermeiden, dass wir viel Zeit in Entscheidungsfindung stecken, die am Ende nicht wirklich einen großen Unterschied macht.

AC.E: Wie würdest du eure Unternehmenskultur beschreiben?

Laura: Viel Raum für Entfaltung und Selbstverwirklichung in einer Gruppe, die einem den Rücken stärkt und die Entscheidungen dann auch mitträgt. Wir haben viele tolle Ideen und Visionen, die wir umsetzen wollen. Leider ärgert man sich manchmal darüber, dass wir nicht so viel Zeit haben, die Sachen so umzusetzen wie wir es gerne hätten.

AC.E: Was waren eure größter Erfolg bisher?

Jonas: Es gibt nicht den einen großen Erfolg, sondern es sind die kleine Dinge, die für uns die wirklichen Erfolge sind. Wenn man z. B. fremden Leuten einen Flyer geben möchte und diese einem sagen, „das kenne ich schon, ich war auch schon auf einem Event und es hat mir sehr gut gefallen“ oder immer dann, wenn ein neues Mitglied ein eigenes Event erstellt, das sind dann immer sehr schöne Momente.

AC.E: Gibt es Konkurrenzprodukte und wie wichtig ist für euch der Blick auf die Konkurrenz?

Jonas: Wir haben schon eine Wettbewerbsanalyse gemacht und geschaut „was machen die anderen und wie können wir uns abgrenzen“. Generell machen wir uns aber nicht so viele Sorgen, was die Konkurrenz angeht, denn wir sind mit unserem Modell einzigartig.
Bei uns steht der soziale Aspekt ganz klar im Vordergrund, deshalb haben wir auch ein Preislimit, welches dafür sorgt, dass ein Gericht nicht teurer als 11 Euro sein darf. Es soll für jeden bezahlbar sein.

AC.E: Habt ihr schon Kooperationen mit anderen Firmen?

Laura: Aktuell haben wir kleinere Kooperationen z. B. mit der Grotesque Bar in Aachen und einem kleineren Weinhandel in Frankfurt. In der Bar Grotesque machen wir monatlich ein Event. Ansonsten sind wir noch auf der Suche nach Kooperationspartner die uns z. B. Küchenutensilien sponsern, die dann als „Casachef des Monats“ Preise ausgeben werden können.
Für andere Kooperationsmodell sind wir auch sehr offen, falls dort Interesse besteht, kann man sich gerne jederzeit bei uns melden.

AC.E: Ihr habt ja gerade Casachef des Monats angesprochen, was ist das genau?

Laura: Wir haben im August den Casachef des Monats ins Leben gerufen um noch einen Anreiz zu geben, Gastgeber zu werden. Das bedeutet sobald ein Gastgeber ein Event organisiert hat, hat er die Chance in dem Monat einen Preis zu gewinnen.

Dieser Preis ändert sich jeden Monat: letzten Monat waren es zwei Flaschen hochwertiger Wein. Diesen Monat bekommt der Gewinner ein tolles Küchenmesser. Casachef des Monats wird derjenige mit den besten Bewertungen, dabei ist es auch egal wie viele Events jemand gemacht hat, so kann auch jemand gewinnen, der zum ersten Mal ein Event erstellt hat.

AC.E: Was ist eure Marketingstrategie?

Laura: Viel mit potentiellen Nutzern in Kontakt treten. Dafür nutzen wir Facebook sehr intensiv, wir gehen jedoch auch auf Stammtische oder zu Foodfestivals und verteilen dort Flyer. Jetzt beginnt das neue Semester, dies wollen wir nutzen und gehen deshalb auch zu den Semstereinführungsveranstaltungen, um dort auch direkt Nutzer anzusprechen, die in unsere Zielgruppe fallen.
Momentan fokussiert sich das Marketing noch auf Aachen, das heißt es werden dann auch eher lokal wirksame Maßnahmen gestartet. Solche Sachen wie Google AdWords oder andere globale Maßnahmen werden interessant, wenn es Casachef in mehr Städten gibt.
Studenten sind dabei eine sehr interessante Zielgruppe, weil die meisten ja nach dem Studium in eine andere Stadt ziehen und diese können dann Casachef mitnehmen und an ihrem neuen Ort so schnell neue tolle Leute kennenlernen.

AC.E: Welchen Punkt habt ihr bisher am meisten unterschätzt?

Jonas: Ganz klar den Zeitaspekt, man macht sich viele Gedanken was man schönes realisieren könnte, hat am Ende aber nicht die Zeit alles umzusetzen. Was ich als Programmierer noch unterschätzt habe ist, wieviel Aufwand es war eine Website ohne Content Management System (WordPress, Joomla) aufzubauen.

AC.E: Warum habt ihr euch gegen ein Content Management System entschieden?

Jonas: Weil wir der Meinung sind, dass WordPress, Joomla etc. nicht genau den Funktionsumfang bieten, den wir brauchen. Wir haben spezielle Anforderungen wie die Eventbuchung ablaufen soll und wir sind einfach der Meinung, dass es so deutlich flexibler ist, besonders im Hinblick auf zukünftige Änderungen.

AC.E: Was macht euch im Moment am meisten Spaß?

Laura: Eventreihen überlegen! Der Auftakt zu unserer neuen Reihe findet übrigens am 04.11.16 um 18:30 in der Galerie Freitag 18.30 (Steinkaulstr. 11) statt.
Außerdem macht Flyer verteilen uns auch richtig Spaß! Normalerweise ist dies ja eher etwas was vielen nicht so viel Spaß macht, aber wir bekommen so viel positives Feedback beim Verteilen - das ist einfach toll.

AC.E: Was sind eure Ziele für die nächsten zwei Jahre?

Jonas: Es wäre schön, wenn wir durch ein Stipendienprogramm die Möglichkeit bekommen könnten, für eine bestimmte Zeit Vollzeit an unserer Idee zu arbeiten.
Außerdem soll unsere Community natürlich viel größer werden und in den Bereich von mehreren tausend Nutzer kommen. Dadurch soll Casachef auch noch in mehr Städten verfügbar sein, wodurch natürlich viele tolle neue Events organisiert werden.

AC.E: Wenn ihr jetzt nochmal neu anfangen würdest, welchen Punkt würdest du ganz anders machen?

Jonas: An manchen Stellen hätte man viel effektiver arbeiten können. Manchmal lohnt es sich nicht, sich über Entscheidungen zu viele Gedanken zu machen. Solche Sachen würde ich in Zukunft einfach erstmal umsetzten und dann schauen welches Ergebnis man hat und wie dieses ankommt. Also frei nach Mark Zuckerberg, der sagte: „Done is better than perfect“. Das gilt natürlich nicht für alle Entscheidungen, bei wichtigen Dingen lohnt es sich dann schon etwas länger nachzudenken.
Am Anfang haben wir uns ebenfalls mal mit einer Software auseinandergesetzt, die den Workflow zwischen den Mitarbeitern organisiert. Dort haben wir recht viel Aufwand reingesteckt, indem wir Arbeitspakete definiert haben, Bearbeitungsstatus eingetragen haben usw.
Wir sind dann aber zu dem Entschluss gekommen, mit vier Leuten macht das keinen Sinn. Die Sachen sind viel schneller so geklärt, wenn man sich schnell untereinander abspricht.

AC.E: Gibt es noch irgendwelche Dinge die ihr erwähnen möchtet?

Laura: Bei uns ist jeder willkommen: ob jung oder alt, Student oder Arbeiternehmer. Unsere Community lebt davon, dass sie bunt gemischt ist und es würde uns freuen, wenn jeder sich traut mitzumachen – ob als Gast oder Gastgeber.
Natürlich kann man uns gerne jederzeit direkt ansprechen, dabei ist es egal, ob es um Ideen, Bedenken, Verbesserungsvorschläge oder Ähnliches geht, wir freuen uns über jegliche Art von Feedback und Austausch. Schreibt uns einfach an info@casachef.de und vielleicht sieht man sich ja dann bald bei einem Event. 🙂

 

Falls ihr mehr über Casachef erfahren wollt, werft doch einen Blick auf ihre Homepage casachef.de oder auf ihre Facebook Seite casachef

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