Startup Of The Month - Juni

Startup Of The Month - Juni

Startup Of The Month – Juni

Das Startup Of The Month Juni ist gridx. Aber was ist genau gridx und was ist eure Vision?

Andreas: Klarer Fokus ist die Energiewende aktiv voran zu treiben. Das größte Problem der Energiewende ist nicht, dass regenerative Energien an sich fehlen, sondern die intelligente und flexible Speicherung dieser variabel erzeugten Energie.
Genau dort setzen wir mit gridX an. gridX verbindet Batteriespeicher (bspw. die Tesla Powerwall) durch eine intelligente Steuerungstechnik und baut dadurch ein virtuelles Großkraftwerk auf. Wir bringen die Besitzer von diesen Batterien in einer ökologisch motivierten Community zusammen, welche im europäischen Energiemarkt partizipiert. Zusätzlich wird dem Nutzer der eigene Energiehaushalt auf unserem Dashboard transparent dargestellt. Dem Strom wird sozusagen ein „Gesicht“ gegeben.

AC.E: Wie seid ihr auf die Idee gekommen ein Startup zu gründen?

Andreas: David hatte die Idee der Vernetzung von Batteriespeichern während seiner Tätigkeit bei einem Energieunternehmen. Wir kannten uns durch AC.E und während eines gemeinsamen Urlaubes in Ecuador haben wir die Idee weiterentwickelt und die technische Machbarkeit geprüft.

AC.E: Was waren eure größten Erfolge bisher?

Andreas: Die Zusage über das EXIST Gründerstipendium und vor kurzem ein Seed-Investment aus dem Silicon Valley sind für das gesamte Team eine wichtige Bestätigung für den bisherigen Weg gewesen. Der größte – und viel wichtigere – Erfolg ist aber sicherlich, dass wir, neben einem festen und engagierten Team, auch unglaublich motivierte Berater an Bord haben, welche uns in ganz unterschiedlichen Richtungen unterstützen. So etwas kann man wenig beeinflussen, aber wir hatten viel Glück und sind für die starke Unterstützung sehr dankbar!

AC.E: Ihr arbeitet bisher weniger als ein Jahr an eurer Idee und habt schon sehr viel erreicht. Andere Startups arbeiten schon deutlich länger an ihren Ideen und sind bei weitem nicht so weit wie ihr, macht ihr irgendwas besonderes? Was ist euer Erfolgsrezept?

Andreas: Häufig sieht man gar nicht was andere Teams alles so Unglaubliches entwickeln und welche komplexen Probleme dabei gelöst werden. Wir sehen uns da nicht klar vor anderen Teams und haben da auch kein internes Ranking. Manches braucht länger und ist weniger deutlich ersichtlich, anderes ist eben mit schneller erledigt.
Sehr stark profitieren wir von unseren Beratern und vielen anderen Unterstützern, die uns Türen öffnen, weil sie das Thema spannend und für gesellschaftlich relevant halten.

AC.E: Auf eurer Homepage stellt ihr ja schon ein großes Team vor, wie hat es sich gebildet, habt ihr aktiv nach Teammitgliedern gesucht?

Andreas: Das ist häufig so ein Mix aus Suchen und Gefunden werden. Mittlerweile sind noch drei Weitere mit an Bord, die uns tatkräftig unterstützen. Viele reizt es im Umfeld von erneuerbaren Energien etwas „bewegen“ zu können und vielleicht große Konzerne mit innovativen Lösungen und harter Arbeit „ärgern“ zu können. Primärer Faktor bei allen Teammitgliedern ist eigentlich, dass die Chemie stimmt. Wir sitzen teilweise 16h am Tag zusammen und entwickeln - da muss das einfach passen.

AC.E: Ihr habt ja schon einen Investor für euch gewinnen können, hast du ein Tipp wie sich ein Startup verhalten sollte, dass sich gerade auf der Suche nach Kapital befindet? Auf welche Dinge das Startup hier besonders aufpassen sollte?

Andreas: Sehr früh anfangen! Der Prozess dauert...

AC.E: Was sind eure Pläne für die nächsten zwei Jahre?

Andreas: Für das nächste Jahr planen wir die erfolgreiche Produkteinführung unserer gridBox und dann den stetigen Ausbau der Marktaktivitäten – eventuell auch außerhalb Deutschlands, da das Thema weltweit eine zentrale Rolle spielt.

AC.E: Welchen Punkt habt ihr bisher am meisten unterschätzt?

Andreas: Das sind wahrscheinlich so startup-typische Probleme. Man nimmt sich zu viel vor, geht in Gespräche, die vielleicht total interessant sind, aber einen (zunächst) nicht wirklich weiterbringen oder muss auf einmal viele Sachen gleichzeitig koordinieren. Grundsätzlich haben wir wohl am meisten unterschätzt, dass eine Aufgabe häufig doch zwei- oder dreimal so lange wie vorher angenommen dauert.

AC.E: Wenn ihr jetzt nochmal neu anfangen könntet, welchen Punkt würdet ihr ganz anders machen?

Andreas: Wir sind der Meinung, dass man manche Fehler einfach einmal selber gemacht haben muss. Sicherlich gibt es hier und da Sachen die optimaler hätten laufen können, aber im Großen und Ganzen sind wir recht zufrieden. Intern im Team justieren wir uns regelmäßig neu und geben uns Feedback was gut funktioniert hat und was weniger gut. Außerdem helfen die Berater durch ihre langjährige Erfahrung viele Sachen von vornherein zu vermeiden. Irgendetwas katastrophales ist also bisher (zum Glück) nicht passiert.

Falls ihr mehr über gridX erfahren wollt, werft doch einen Blick auf ihre Homepage gridX.de oder auf ihre Facebook Seite gridXde